Familienweingut in 7. Generation

WEINGUT FRIEDRICH BECKER

In Schweigen, an der deutsch-französischen Grenze, wurzelt unsere größte Leidenschaft: der Wein.
Seit sieben Generationen ist der Weinbau fest in der Tradition der Familie Becker verankert. Heute führen wir dieses Erbe weiter – mit Respekt vor der Natur und dem Anspruch, uns stetig weiterzuentwickeln.
An der Grenze zwischen Pfalz und Elsass entstehen auf unseren wertvollen Kalksteinböden Weine, die weit mehr sind als reiner Genuss. Sie spiegeln Landschaft, Klima und Handschrift wider.
Im Mittelpunkt stehen unsere Burgunderrebsorten, begleitet von Riesling und weiteren regionaltypischen Varietäten. Mit Sorgfalt, Erfahrung und viel Herzblut entstehen Weine, die ihre Herkunft unverkennbar ausdrücken.
Aus dem Erbe wächst die Zukunft.
Unser Seniorchef, der 2025 von uns gegangen ist, hat dafür das Fundament gelegt. Ein Rebell im besten Sinne – kompromisslos in der Qualität und unbeirrt in seiner Haltung. Seine Vision, große Weine aus dieser einzigartigen Landschaft zu schaffen, lebt heute durch seinen Sohn Friedrich Wilhelm Becker weiter.
Stets nach dem Motto:
„Tradition ist nicht die Bewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“

„Warum wachsen bei uns noch keine so guten Burgunder wie im Burgund?“ Friedrich Becker sr.

Histroie

Wie viele Höfe im Süden der Pfalz waren auch wir Beckers einst ein klassischer Gemischtbetrieb – mit Vieh, Feld und Wein. Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde uns bewusst, welches besondere Potenzial in unseren Böden und Hanglagen am Rand des Pfälzerwaldes steckt.
Die Region rund um Schweigen gilt seit Jahrhunderten als idealer Ursprung für Pinot Noir. Bereits vor über 700 Jahren wurde die Rebsorte hier erstmals urkundlich erwähnt – ein frühes Zeugnis der tief verwurzelten Burgundertradition unserer Heimat.
Geprägt wurde unsere Entscheidung für den blauen Spätburgunder durch einen Besuch unseres Seniors im Burgund. Die Böden des berühmten Clos Vougeot erinnerten ihn stark an unseren Kammerberg: Kalkgestein mit feiner lehmig-toniger Auflage – nahezu identisch in Struktur und Charakter.
Aus dieser Erkenntnis entstand die Vision, auch in der Südpfalz kompromisslos auf hochwertigen Pinot Noir zu setzen. Damals galt der Gedanke an trockene Spitzenweine aus Spätburgunder noch als gewagt – in einer Zeit, in der in der Region vor allem restsüße Weine gefragt waren.
Doch wir blieben unserem Weg treu. 1973 füllten wir die ersten Flaschen ab und versahen sie mit unserem bis heute unveränderten Füchschenetikett – entworfen von einem befreundeten Künstler und inspiriert von einer Fabel des Äsop. Für uns steht es bis heute für Charakter, Eigenständigkeit und Selbstreflexion.
Unsere Rotweine genießen inzwischen international hohes Ansehen und zählen in der Fachwelt zu den besten Deutschlands. Auch unser Chardonnay erfährt zunehmend große Wertschätzung. Seit dem Jahr 2000 sind wir Mitglied im VDP, der Gault&Millau zeichnet unsere Arbeit mit 5 von 5 Trauben aus – eine Bestätigung für das, was uns antreibt: Herkunft, Handwerk und Persönlichkeit im Glas erlebbar zu machen.

Tradition schlägt jeden Trend

Handwerk

Unser Verständnis von Handwerk beginnt im Weinberg. Wir arbeiten naturnah, mit alten Reben und bewusst geringen Erträgen – in Lagen, die früher niemand wollte und heute unser ganzer Stolz sind.
Denn: Unsere Weine werden nie besser sein als die Trauben, die zum Hoftor hereinkommen.
Jede Traube trägt die Handschrift eines Jahres – Kälte, Wärme, Regen und Sonne. Unsere Aufgabe ist es, all das spürbar zu machen.
Deshalb ist die Handlese bei uns obligatorisch – ohne sie lässt sich unsere Idee von Qualität nicht umsetzen.
Viel guter Geschmack steckt in der Schale. Daher geben wir der Maische Zeit: lange Standzeiten ermöglichen es, Aroma, Struktur und Mineralität behutsam zu extrahieren.
Unsere weißen Moste vergären langsam und schonend – damit sie ihren Charakter bewahren und von ihrer Herkunft erzählen. Teilweise im Edelstahl, zum größeren Teil jedoch in kleinen Eichenholzfässern aus deutscher und französischer Eiche.
Die Rotweine entstehen traditionell auf der Maische – aus handverlesenen, hochreifen Trauben voller Aromen und Extrakte. Offen vergoren im Holzgärständer, lösen wir durch tägliche Pigeage Farbe, Struktur und Tannine aus den Beerenschalen.
Die Veredelung erfolgt im Barriquefass aus französischer Eiche. Dort durchläuft der Wein eine langsame, natürliche Reifung – manchmal bis zu 20 Monate lang.
So entstehen Weine, die keiner Mode folgen, sondern einer Haltung:
Tradition schlägt jeden Trend.

Unsere Region lohnt sich

Besuch

Auch kulturell hat unsere Region eine tiefe Geschichte.
Schweigen-Rechtenbach ist nicht nur der südliche Endpunkt der Deutschen Weinstraße, verkörpert durch das Deutsche Weintor, sondern ein Symbol für die enge Verbindung zwischen Pfälzer und elsässischer Winzertradition.

Der Weinbau in der Pfalz reicht weit zurück: Schon im Mittelalter bewirtschafteten Klöster wie Weißenburg systematisch Weinberge, und mit den Franken wurde das römische Wissen über Reben und Kultivierung weitergetragen.

In Schweigen erzählen enge Winzergassen und alte Hoftore von einer Region, in der Grenzen verschwimmen – und Herkunft spürbar bleibt. Hier, am Rand der Pfalz und am Beginn des Elsass, lässt sich Geschichte nicht nur betrachten, sondern erleben.

Wer unsere Region besucht, ist bei uns herzlich willkommen.
In unserem Weingut haben Sie die Möglichkeit, Weine direkt vor Ort zu probieren, zu kaufen und Hintergründe zu erfahren – ganz persönlich, ganz nah am Ursprung.

Öffnungszeiten

(ohne Anmeldung)
Freitags
13:00 - 16:00 Uhr
Samstags
12:00 - 16:00 Uhr

An allen anderen Tagen bitten wir um telefonische Anmeldung.
An Sonn- und Feiertagen bleibt unser Weingut geschlossen – ausgenommen bei besonderen Veranstaltungen.

Weingut Friedrich Becker
Hauptstraße 29
76889 Schweigen
Tel.: 06342/290
wein@friedrichbecker.de